Lungenkrebs bereitet im Frühstadium nur selten Beschwerden. Eine gezielte Früherkennungsuntersuchung gibt es nicht. Zu den Symptomen, die vor allem Raucher unbedingt ärztlich abklären lassen sollten, zählen
- neu aufgetretener, anhaltender Husten,
- sich verschlechternder chronischer Husten,
- Auswurf mit oder ohne Blutbeimengungen.
Atemnot, Fieberschübe, allgemeine Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust sind meist Anzeichen einer schon weiter fortgeschrittenen Erkrankung. Zeigt die Lunge im Röntgenbild verdächtige Veränderungen, sind weitere Untersuchungen erforderlich. Nur eine Gewebeprobe kann letztendlich die Diagnose bestätigen. Diese gewinnt man mit Hilfe einer Spiegelung der Atemwege (Bronchoskopie), bei der in Narkose ein Schlauch über die Luftröhre in die Bronchien vor geschoben wird. Alternativ kann unter computertomografischer Kontrolle eine dünne Nadel durch die Brustwand in den verdächtigen Bezirk eingeführt und etwas Gewebe angesaugt werden (Feinnadelbiopsie). Finden sich in den Gewebeproben Krebszellen, ist zu klären, wie weit der Tumor sich ausgebreitet und ob er bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen gebildet hat. Geeignete Untersuchungen dazu sind die Computertomografie des Brust- und Bauchraums mit Kontrastmittel und ggf. eine Skelettszintigrafie, die Hinweise auf Knochenmetastasen liefert. Auch eine Computertomografie oder Kernspintomografie des Gehirns kann angebracht sein. Wichtig ist es zudem, die Herz- und Lungenfunktion im Hinblick auf die Verträglichkeit der Behandlung zu prüfen.
Was kann man bei einem Rückfall tun?
Rückfälle treten in erster Linie als Metastasen in Erscheinung. Hier kann eine Chemotherapie bei einem Teil der Patienten zu einer zeitweisen Rückbildung bzw. zu einer Verzögerung des Fortschreitens führen. Außerdem werden die krankheitsbedingten Symptome günstig beeinflusst, und die Lebensqualität kann länger erhalten werden.
Wie sind die Heilungsaussichten?
Nur in frühen, noch örtlich begrenzten Stadien besteht die Aussicht auf langfristige Heilung. Leider wird Lungenkrebs häufig erst in bereits fortgeschrittenen Stadien entdeckt. Hier lassen sich durch die Therapie meist nur vorübergehende Rückbildungen erreichen. Die Therapie zielt hier in erster Linie darauf ab, Beschwerden so gut es geht zu verhindern oder zumindest zu lindern.




